Aufenthaltserlaubnis Taiwan: welche Aufenthaltstitel es gibt – auch für Rentner und Familien –, wann ein Daueraufenthalt möglich ist und unter welchen Voraussetzungen man sich einbürgern lassen kann.
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Taiwan bietet mit der Employment Gold Card einen kombinierten Aufenthalts- und Arbeitstitel für Fachkräfte; daneben gibt es Aufenthaltstitel (ARC) für Angestellte, Investoren, Studierende und Familienangehörige. Nach 5 Jahren ist ein Daueraufenthalt (APRC) möglich.
Aufenthaltstitel
Arbeit
Employment Gold Card
Fachkräfte u. a. aus Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kultur (z. B. mit hohem Gehalt)
Nachweis der Qualifikation in einem der Fachbereiche (z. B. Monatsgehalt ab 160.000 NT$)
Online-Antrag beim National Development Council
Gültigkeit: 1 bis 3 Jahre; Arbeitserlaubnis, Aufenthaltsvisum, ARC und Wiedereinreise in einem
Arbeit
Resident Visa und ARC für Angestellte
Angestellte taiwanischer Arbeitgeber
Arbeitserlaubnis des Arbeitsministeriums über den Arbeitgeber
In der Regel Hochschulabschluss und Berufserfahrung
Gültigkeit: bis zu 3 Jahre, verlängerbar
Investition
Aufenthalt für Investoren
Investoren und Unternehmer
Genehmigte Auslandsinvestition, laut Fachquellen ab rund 15 Mio. NT$ für die Aufenthaltsgenehmigung
Gültigkeit: befristet, verlängerbar
Familie
Familiennachzug
Ehepartner und Kinder von Taiwanern oder Ausländern mit ARC
Nachweis der Ehe bzw. Verwandtschaft
Gültigkeit: befristet, verlängerbar
Daueraufenthalt & Einbürgerung
Daueraufenthalt
nach 5 Jahren
Einbürgerung
in der Regel nach 5 Jahren
Doppelte Staatsangehörigkeit
nur eingeschränkt erlaubt
Daueraufenthalt (APRC) nach 5 Jahren legalem Aufenthalt mit durchschnittlich mindestens 183 Tagen pro Jahr; für Inhaber der Gold Card nach 3 Jahren. Voraussetzungen u. a. Volljährigkeit, keine Vorstrafen und ausreichendes Einkommen oder Vermögen.
Einbürgerung nach 5 Jahren mit mindestens 183 Tagen Aufenthalt pro Jahr und Grundkenntnissen der Landessprache. Die bisherige Staatsangehörigkeit muss grundsätzlich aufgegeben werden; Ausnahmen gelten für hochqualifizierte Fachkräfte.
Aus deutscher Sicht: Seit dem 27. Juni 2024 verlieren Deutsche ihre deutsche Staatsangehörigkeit nicht mehr, wenn sie eine ausländische annehmen – eine Beibehaltungsgenehmigung ist nicht mehr nötig. Ob das Zielland die doppelte Staatsangehörigkeit zulässt, steht oben.
Einbürgerungsrecht im Überblick
Systematischer Vergleich nach dem GLOBALCIT Citizenship Law Dataset – Rechtsstand 1. Januar 2024. Spätere Reformen sind oben in unserer redaktionellen Zusammenfassung berücksichtigt.
Mindestaufenthalt
5 Jahre Aufenthalt
Verfahren
Ermessensentscheidung der Behörde
Bisherige Staatsangehörigkeit
Verzicht auf die bisherige Staatsangehörigkeit erforderlich
Originalwortlaut der Regelungen (englisch) und Rechtsgrundlagen
Aufenthalt (ROC 2(4), 3, 9, Enforcement Rules 7)
Person is domiciled in Taiwan and has been resident for 5 continuous years of which at least 183 days annually.
Verzicht (ROC 2(4), 3, 9, Enforcement Rules 7)
Renunciation of citizenship of another country (unless it is proven that this is impossible for causes not attributable to the person or person is a high-level professional in the technological, economic, educational, cultural, art, sports domain or any other designated domain, serves the interests of the ROC and has been approved by the authorities).
Sprache (ROC 2(4), 3, 9, Enforcement Rules 7)
Basic knowledge of the country's language
Staatskunde (ROC 2(4), 3, 9, Enforcement Rules 7)
Basic knowledge of the rights and duties of a citizen.
Ehe (ROC 4(1), 4(2))
Person is domiciled in Taiwan, has been resident for 3 continuous years of which at least 183 days annually, and is the spouse of a citizen (or is divorced due to domestic violence). Other conditions: see A06 (except income requirement).
Quelle: GLOBALCIT Citizenship Law Dataset (Vink, van der Baaren, Bauböck, Džankić, Honohan, Manby; EUI Robert Schuman Centre), CC BY 4.0 · Kategorien ins Deutsche übertragen und gekürzt.
Redaktionell zusammengefasst aus den genannten amtlichen Quellen. Alle Angaben ohne Gewähr; Einwanderungsregeln ändern sich häufig. Sie ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich sind allein die Auskünfte der zuständigen Behörden.